Zsuzsa Marlok
Zuerst möchte ich über mein berufliches ‚Ich’ erzählen. Studiert habe ich an ELTE, Germanistik und Russisch waren meine Fächer. Ich habe die Sprachen immer sehr leicht und mit großer Begeisterung gelernt. (Außer Russisch und Deutsch spreche ich Spanisch und Englisch.) Nach dem Abschluß des Studiums fing ich an, Deutsch zu unterrichten. Lange Jahre arbeitete ich in der Sprachschule‚Európai Nyelvek Stúdiója’, einige Jahre in einem Gymnasium, und parallel dazu - zwischen 1992-2006 - im Goethe Institut Budapest. Im Institut war ich nicht nur als Lehrkraft, sondern auch als Prüferin und Fortbildnerin tätig. Außerdem machte ich bei vielen Projekten mit – wie z. B. Methodik-Didaktik für junge Sprachlehrer, Umschulung der Russischlehrer, Lehrwerkentwicklung ’Zwischen den Pausen’, Dramapädagogik im Sprachunterricht -, von denen ich beruflich sehr viel profitierte. An der PPKE bin ich seit 1998 fest angestellt. Ich unterrichte(te) u.a. Fachdidaktik, Sprachpraxisstunden, Lernstrategien und Rollenspiele. Promoviert habe ich in Veszprém. Meine Dissertation ’Dramatechniken in der Lehreraus- und -fortbildung’ verteidigte ich im Jahre 2004.
Im Laufe meines beruflichen Werdegangs habe ich sehr früh verstanden, dass ich nicht nur als Sprachlehrerin arbeiten möchte. Ich wollte die Mechanismen der menschlichen Seele verstehen, und dieses Wissen in meiner Arbeit anwenden. Deswegen erwarb ich 1997 an SOTE das Zweitdiplom ’Mentalhygienischer Fachmann’, und anschließend machte ich eine Ausbildung zur Psychodrama- und Bibliodramaleiterin. Seit 2002 leite ich im Rahmen der Ungarischen Psychodrama Gesellschaft Psychodrama- und Bibliodrama Selbsterfahrungsgruppen, sowie Lehrerfortbildungen zum Thema ’Entwicklung der Lehrerpersönlichkeit’. Darüber könnte ich seitenlang schreiben, ich erspare es aber dem Leser. Interessenten können sich persönlich an mich wenden. :)
Und mein privates ‚Ich’? Meine Kinder sind schon erwachsen, so habe ich mehr Zeit für mich als je zuvor. Und ich genieße es! Ich wandere jede Woche einmal im Pilis Gebirge, im Sommer entweder in den Alpen oder in den Karpaten. Diesen Sommer machte ich mit meinen deutschen Ex-Kommilitonen eine einwöchige Hüttenwanderung im Ötztal. Das war klasse! Außerdem gehe ich regelmäßig schwimmen, in die Sauna und ins ‚Blubberbad’. Wenn ich nicht wandere oder schwimme, lese ich (klassisches wie Dostojewski oder Zola, modernes wie Doris Lessing oder Wass Albert), oder ich höre Musik (Klassiker wie Mozart oder Puccini; Jazz z.B. Diana Krall, oder irische Musik z.B. Enja). Ich bin aber in Sachen Bücher und Musik sehr offen, und lese bzw. höre mir alles gern an, was gut ist.