Waltraud Siller
Von 2003 bis 2009 studierte ich an der Universität Wien Vergleichende Literaturwissenschaften, Hungarologie und Deutsch als Fremdsprache. Im Rahmen des Studiums verbrachte ich auch drei Semester an der ELTE, vor allem um für meine Diplomarbeit „Die stereotype Konstruktion des Zigeuners in der Literatur“ in der Széchényi Bibliothek zu forschen, aber auch um meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Für letzteres stellten sich – neben dem Besuch von Sprachkursen – vor allem zwei Strategien als wirksam heraus: Erstens ungarischsprachige MitbewohnerInnen und FreundInnen (am besten solche, die selbst sehr ungern in einer Fremdsprache sprechen) und zweitens häufige Kinobesuche.
Den ersten ungarischen Film, bei dem ich ein Erfolgserlebnis hatte, sah ich im August 2006 bei einer Freundin in Kaba (Hajdú-Bihar): Csak Szex és más semmi ;-) Neben Kinobesuchen, mache ich in meiner Freizeit auch Sport. Einmal pro Woche gehe ich mit einer Freundin zu Aerobic und zwei Mal pro Woche zu Pilates. Da ich versuche ein so gesundes Leben wie möglich zu führen, achte ich neben Sport auch auf meine Ernährung. Ich koche so viel wie möglich selbst und frisch – weswegen sich die wöchentlichen Besuche bei „Tibi“ manchmal schwierig gestalten. In den Ferien reise ich auch gerne, vorletztes Jahr z.B. fuhr ich gemeinsam mit einer Freundin mit dem Rucksack durch Rumänien und letztes Jahr waren wir im Baltikum. Einmal pro Jahr fahre ich zum Entspannen nach Tirol, in die Berge, zum Haus meiner Großeltern. Dort bin ich dann so viel wie möglich in der Natur ohne Internet und Stress . Ich interessiere mich auch für bildende Kunst – meine Lieblingskünstler sind Schiele und Chagall –, Kunstgeschichte, Archäologie und fremde Kulturen, weswegen ich auch mal gerne größere, „aufregendere” Reisen mache. Das nächste seit längerem geplante Ziel ist Usbekistan – das Land von „1001 Nacht“ – wo wir in zirka zwei Jahren hinfahren werden. Zur Vorbereitung für die Reise werde ich ab September an der Pázmány einen Russischkurs besuchen.
Die Arbeit als Lektorin macht mir sehr viel Spaß, sowohl die Stunden an der Universität – da ich die Atmosphäre am Institut und die Zusammenarbeit mit den StudentInnen sehr mag – als auch die Vorbereitungszeit zu Hause. Weswegen ich hoffe, noch einige Jahre an der Pázmány und in Ungarn bleiben zu können.