Menschen am Sonntag -  Eine Reihe von Filmklassikern

Ágnes Takács
30. 10. 2009

Man kann sagen, das Goethe Institut tut alles, um nicht nur die deutsche Wissenschaft, sondern auch die Kultur für die Jugendlichen spannend zu machen. Neben den Foto- und Buchausstellungen wurde diesen Herbst auch eine Filmveranstaltungsreihe gestartet. So, wenn wir Lust haben, - und warum nicht? -, können wir ein bisschen in die Vergangenheit reisen, und  jene schwarz-weiße Stimmung vom 20. Jahrhundert mit ihrer melancholischen sowie lustigen Atmosphäre genießen. Der Eintritt für die Veranstaltungsreihe ist natürlich völlig frei.

Der Film „Menschen am Sonntag,“ den ich mir mit meinem Mitstudenten, Pál Bence Nagy von der Insel-Redaktion ansah, wurde auch in der erwähnten Filmreihe dargestellt. Dieser semidokumentarische Spielfilm gehört zu den wichtigsten und bekanntesten Stummfilmen der 1920er Jahre.
Die Geschichte selbst ist – „überraschender Weise“ - ein Unikum und hat immer noch Gültigkeit. Die Regisseure wollten die Unterhaltungsmöglichkeiten der Berliner Jugendlichen vorstellen, die sich von der Last der Alltage befreien wollen. Es wird gezeigt, wie vier Jugendliche, Wolf, Annie, Brigitte und Erwin, das Wochenende miteinander am Nickolasee verbringen. Danach schreibt sich die Handlung selbst, denn es geht um Freude, Missverständnisse, Täuschung, also um alles, was zwischen Frauen und Männern während eines Ausfluges vorkommen kann.

Obwohl die SchauspielerInnen noch Amateure sind - sie standen nämlich zum ersten Mal vor der Kamera - stört es einem gar nicht. Die Hinter- und Kameraarbeit ist sogar hochprofessionell. Noch dazu kommt, dass wir durch diesen früheren Film einen Einblick ins Werk des Drehbuchautors Billy Wilder sowie seines Assistenten, Fred Zinnemann gewinnen, die später auch einen Oscar gewannen. Also, der Film entspricht absolut dem, was er uns, Zuschauern verspricht: eine lustige, leichte Vergnügung.

Wenn ihr Lust habt, sich die nächsten Filme der Reihe anzuschauen, findet ihr hier einige Infos über die künftigen Gelegenheiten:

Fritz Lang: M – Eine Stadt sucht einen Mörder (1931) (R.: Fritz Lang, D, 1931, 117 Min.)

Schwarz-weißer Krimiklassiker mit Peter Lorre als psychopatischer Kindermörder, der mit seinen Verbrechen eine Stadt in Angst und Schrecken versetzt.

21. Oktober 2009, 18.00


Goethe-Institut, 1092 Budapest Ráday u. 58.

Unter den Brücken (Regie: Helmut Käutner, s/w, 92 Min., 1945)

18. November 2009, 18.00

Weitere Informationen unter:

http://www.goethe.de/ins/hu/bud/ver/deindex.htm