Übersetzt von Ádám Sáfár
Die Band aus Hessen hat seit ihrer Gründung vielerlei Veränderungen erlebt. Ich denke ja nicht daran, dass während der zehn Jahre langen Existenz die Mitglieder sich gewechselt hätten. Die Vorgänger-Band Sunnyblade hatte wohl noch als Sänger Simon Triebel, später Miriam Adameit und noch mit Martin Möller am Schlagzeug haben sie ihre Lieder auf Englisch gespielt. Seit 2000 spielen sie aber in der gleichen Formation (Sängerin: Eva Briegel, Gitarre: Jonas Pfetzing und Simon Triebel, Bassgitarre: Andreas “Dedi” Herde, Schlagzeug: Marcel Römer) und dieses Mal auf Deutsch, in einem immer wieder geänderten Stil, als am Anfang.
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Bei der Erscheinung des ersten Albums 2004 (Es ist Juli, in mehr als 700.000 Exemplare verkauft, so ist es ein dreimaliges Platinenalbum) spielten sie noch eine bunte, “rundfunkfreundige” Rockmusik. Ihr erstes großes Erfolg war das Lied Perfekte Welle, das es mit der Zeit zur zweiten Stelle der deutschen Chartliste schaffte, was seitdem nicht überragt wurde. 2005 haben sie das von Stefan Raab organisierte, nach dem Muster des Eurovision Song Contest gestaltete Bundesvision Song Contest mit ihrem Lied Geile Zeit gewonnen. Für das gleiche Lied haben sie den Rio Reiser Songpreis am Fresenhagen Festival erhalten. Von dem Album sind noch die Balladen Regen und Meer bzw. November, sowie das nach Rock klingende Stück Warum auf einem Single erschienen.
Ihr zweites Album Ein neuer Tag aus 2006 hat schon bemerkbar die Veränderung mit sich gebracht, indem sich ihre Musik in die Richtung Pop und alternativer Pop verschob. Bei den Liedertexten blieben (glücklicherweise) neben lustigen und traurigen Liebesliedern auch solche im Juli-Stil formulierten “Lebensgefühl-Lieder” (Dieses Leben, Ein neuer Tag, Am besten sein) erhalten, die wir bereits beim ersten Album gerne hatten (Perfekte Welle, Kurz vor der Sonne), dank der festen Textautoren Eva und Simon (die Texte werden entweder von den beiden oder von Simon alleine geschrieben, manchmal hilft aber Jonas auch; die Musik wird gemeinsam von allen komponiert). Dieses Album ist bis zur Spitze der deutschen Chartliste geklettert und damit hat die Band die Preise Bambi, European Border Breakers Award und Eins Live Krone in der Kategorie für die beste Band.
Das neueste Album ist in diesem Jahr unter dem Titel In Love erschienen. Es erinnert kaum noch an die alte Juli, das eigentlich noch nicht so schlimm wäre, aber es fehlen die Lebensgefühl-Lieder, welche Kategorie mit dem einzigen Stück Elektrisches Gefühl (sowieso) erledigt wird, da das ganze Album ab und zu von Liebesliedern dominiert wird. Die Vertonung der Lieder ist “Maschinenmusik” geworden, das elektronische Disco-Sound ist etwa übertrieben, was auch noch kein Problem bedeuten würde, aber 12 Lieder durch kann das alles zu einer Monotonität führen, wobei echte Instrumente kaum noch zu hören sind, und Marcel, Dedi und Jonas in den Hintergrund gedrängt werden – leider. Ich warte mit einem bestimmten Neugier die Veränderung und Entwicklung (?), die vom nächsten Juli-Album gebracht werden.
Aranka Gondán