Wiener Neustadt

von Ildikó Arnóczki

Wie wir uns Österreich mit all seinen Schönheiten und seiner charakteristischen Atmosphäre vorstellen, finden wir in Wiener Neustadt wieder.

Etwa 30 km von der ungarischen Grenze entfernt liegt diese kleine Stadt. Vom Stadtzentrum aus geht die „Entdeckungsreise“ los. Dank der kleinen Gassen können alle Sehenswürdigkeiten auch zu Fuß erreicht werden. Es lohnt sich, einen Spaziergang entlang der Stadtmauer zu machen. So lassen sich nämlich nicht nur Teile und Türme der ehemaligen Mauer betrachten, sondern auch Denkmäler, die immer noch in gutem Zustand erhalten sind. Eines der bedeutendsten ist die St. Johann Nepomuk-Kapelle, die ursprünglich im Jahre 1704 gestiftet wurde und nach einem neuen Wiederaufbau und späterer Renovierungen bis heute sehr sehenswert ist. Wenn man weiter spaziert, erreicht man in kürzester Zeit den Dom. Davor stößt man jedoch noch auf den Bürgermeister-Garten, der mittlerweile zu einem öffentlichen Park erklärt wurde. Der Dom selbst übertrifft jedoch all die vorigen Sehenswürdigkeiten. Die Bischofskirche wurde im spätromanischen Stil errichtet, und wird aufgrund seiner gleichzeitigen Monumentalität und Einfachheit von den Touristen bewundert. Diese im Jahre 1279 erbaute Kirche hat eine merkwürdig fesselnde Eigenartigkeit. Wenn man sie betritt stechen einem die einfachen, nicht farbigen, doch glockenförmigen Fenster ins Auge. Alles stimmt hier gut überein, selbst wenn mancherorts auch spätere, gotische Elemente zu bemerken sind. Selbst die Glockenform taucht oberhalb des Altars erneut auf. Um dieses monumentale Gebäude den Gläubigen näher zu bringen, sind hier Fotos der Getauften des aktuellen Jahres zu finden. Vor der Kirche gibt es ein Denkmal zum Gedenken an die in beiden Weltkriegen Verstorbenen und ein Grabmal für Graf Petrus Zriny und Markgraf Franciscus Frangepan.

Diese Stadt hat also vieles für Besucher zu bieten. Zudem ist erwähnenswert, dass die Einwohner sehr freundlich und hilfsbereit sind – besonders bereitwillig geben sie Auskunft, wenn man sich verfahren hat.